Begleitung und Betreuung

Wenn nichts sicher ist … - Traumapädagogik

Grundlagen und Relevanz für die psychosoziale Praxis
Di Ak Traumapädagogik Adobe Stock 361018868 NL
Monika Gerstner
Dipl. Pädagogin, Fachberatung & Supervision Beratungszentrum Alsterdorf

Traumapädagogik basiert auf den Erkenntnissen der Neurowissenschaften und der Psychotraumatologie. Sie ermöglicht neue Verstehenszugänge, so dass Begleitungsprozesse, die ins Stocken geraten sind, wieder in den Fluss kommen können.

Menschen mit Behinderung sind besonders oft Erfahrungen ausgesetzt, die das Psychisch-Seelische eines Menschen verwunden und verletzen können. Ein traumapädagogisches Verständnis erweitert den Blick, indem Symptomatiken im Zusammenhang traumaspezifischer Folgeerscheinungen verstehbar werden. Klient*innen bringen mit ihrer Lebensgeschichte und dem damit verwobenen wirkmächtigen „traumatischen Material“ unbemerkt traumaspezifische Dynamiken in die Assistenz-Beziehung. Bleiben diese unerkannt, weil ein Bezugsrahmen spezifisch traumabasierten Verstehens fehlt, entfalten sie eine enorm destruktive Kraft. Typisch sind wechselnde Täter-Opfer-Retter-Dynamiken, Spaltungsprozesse in Teams sowie wechselnde Gefühle von Ohnmacht, Ausgeliefert-Sein und verzweifelter Wut. Nichts scheint mehr sicher gepaart mit dem Gefühl "mutterseelenallein" zu sein.

Assistent*innen in der psychosozialen Praxis werden feststellen können, dass ein Ausflug in die Traumapädagogik den Berufsalltag in einem anderen Licht erscheinen lässt. Es kann leichter werden, die Alltagssituationen zu steuern und auch sich selbst gut im Blick zu behalten.

Inhalte
  • Was versteht man unter einem Trauma/einer Traumatisierung?
  • Neurobiologische Grundlagen
  • Intellektuelle Beeinträchtigung (geistige Behinderung) als Risikofaktor für Traumatisierung
  • Grundlagen traumapädagogischer Begleitung
Methoden

Theorie-Input, Vortrag, Dialog- und Resonanzrunden, Kleingruppenarbeit, Arbeiten an Fallbeispielen aus der eigenen Praxis

Zielgruppe

Interessierte Personen aus der Behindertenarbeit

Individuell für Sie!

Bei Interesse senden Sie eine E-Mail an office@diakonie-akademie.at bis 30. April 2021. Die Terminfindung erfolgt in Abstimmung mit allen Interessent*innen.

  • Dauer: 16 Stunden
  • Max. Teilnehmer*innen: 16
  • Seminarpreis: € 490,- (inkl. MwSt und Verpflegung)
  • Preis für Teams nach Vereinbarung
Rufseminar
Dieses Seminar können Sie individuell für Ihre Einrichtung, Ihr Team oder einen anderen Personenkreis buchen – bitte wenden Sie sich bei Bedarf und Interesse an:
Sabine Eder,
E-Mail s.eder@diakonie-akademie.at
Telefon 07235 65 505 1416
Anrechnung
Förderungen